Zum Rückrundenauftakt in Kirkel trat die 1. Herrenmannschaft endlich mal wieder in Bestbesetzung an. Auf dem Plan stand nicht weniger als die Revanche für die bittere Schlappe in der Vorrunde.
Doch zuerst einmal erreichte uns die Hiobsbotschaft: Hammer musste zum Einsatz in die Klinik und noch einmal operieren - Dauer erst einmal ungewiss! Wir schmiedeten also schon die waghalsigsten Pläne, wie wir aus dem Dilemma der Rufbereitschaft unseres Hammers das beste würden machen können, da meldete sich besagter auch schon erneut: es würde länger dauern, aber bis 20h sollte er es schaffen, Spielbeginn war 19:00h.
Also disponierten wir die Doppel um und gaben das Doppel von Hammer schon verloren.

Julian und Andy als neues, nicht eingespieltes Einserdoppel unerwartete hart gegen Simon Weinekötter und Ersatzmann Felix Holzhäuser zu kämpfen. Am Ende reichte es im 5. Satz zu einem knappen Sieg.
Horst und Möllerflop hatten gegen Joshua Niebergall und Wolfgang Groß etwas überraschend das Nachsehen, wozu sicher Joshuas starkes Angriffsspiel beitrug.


Julian hatte dann Thomas Krenn relativ sicher im Griff, der mit Julis harten Topspins nicht so gut zurecht kam.

Horst war mitten in seinem ersten Einzel gegen Simon Weinekötter, als Hammer die Tür reinschneite und sich schnurstracks in die Umkleide begab.
Während sich Hammer in den Tischtennisdress warf, musste unser Altmeister eine knappe Fünftsatzniederlage verkraften.

Dann waren es unsere ausgesprochen fairen Gastgeber, die uns ein nicht angedachtes Geschenk machten: Hammer durfte Doppel und Einzel nachspielen! Ein Dank geht an dieser Stelle an die sehr faire Mannschaft aus Alstadt-Kirkel, das ist nicht selbstverständlich!

So kamen Hammer und Pasi doch noch zu einem Doppeleinsatz, den wir schon abgeschrieben hatten. Hochmotiviert gingen die beiden zu Werke und nutzten ihre Chance gegen das Spitzendoppel der Gäste mit Michael Thomas  und Thomas Krenn gekonnt aus. Am Ende stand ein 3:1-Sieg für unsere beiden zu Buche und nun sah das Ganze schon weitaus besser aus.

Beflügelt von diesem unerwarteten Erfolg, machte sich Hammer auf ins erste Einzel. Und auch hier sollte er siegreich bleiben, Michael Thomas fand nicht genug Schwachpunkte, um Hammer ausreichend gefährlich zu werden, wenn es auch ein knappes Spiel war.

Andy Spengler musste bei seinem ersten Spiel im mittleren Paarkreuz dann die Klasse von Joshua Niebergall anerkennen. Ein klares 0:3 und die Vorhandtopspins von Joshua brachten Andy fast zum Verzweifeln.

Der sehr stark aufgelegte Pasi konnte sich dann gegen Wolfgang Groß revanchieren. In einem äußerst knappen Einzel ging es über die volle Distanz, bevor Pasi endlich einmal gegen Wolle jubeln durfte - und wir natürlich mit.
Möllerflop hatte dann gegen Felix Holzhauser keinerlei Probleme, auch wenn beide im gleichen Trainingsrückstand waren.

Zur Halbzeit lagen wir also 6:3 in Front und waren guter Dinge. Die Stimmung erhellte sich weiter, als Julian ein weiteres Fünfsatzspiel zu unseren Gunsten für sich entscheiden konnte. Michael Thomas sah nach den ersten beiden Sätzen schon wie der klare Sieger aus, da kam Julian zurück und schnappte sich am Ende die Lorbeeren.
Unser Hammer konnte nun gegen Thomas Krenn im Mediziner-Duell für unseren ersten Punkt sorgen. Und wie so oft in diesem Prestigeduelle schenkten sich die beiden nichts und es wurde um jeden Ball hart gekämpft. Das bessere Ende hatte dann Hammer für sich, der den Entscheidungssatz mit 11;9 für sich entschied und auf 8:3 erhöhte. Verlieren konnten wir also nicht mehr...

Wir alle erwarteten dann, dass Andy gegen Simon Weinekötter das Match zu unseren Gunsten würde beenden können. Doch weit gefehlt! Während Simon star aufspielte, misslangen Andy viele Aktionen und er spielte zu unsicher. Das nächste Fünfsatzmatch ging am Ende folgerichtig an Simon, die auf 4:8 verkürzten.
Horst gegen Joshua hieß die nächste Paarung mit einem riesigen Altersunterschied. Wir setzten wenig Hoffnungen in Horst, hatte Joshua doch schon zu häufig bewiesen, dass gegen seine schnellen Topspins kein Kraut gewachsen ist. Und so war es auch diesmal der junge Kirkeler, der am Ende siegte, wenn ihm Horst auch einen Satz abnehmen konnte.

Nun sollte Udo gegen Wolfgang Groß den Sack zumachen. Doch unserem Möllerflop fehlte mal wieder "der Tick Sicherheit", wie Pasi es auszudrücken pflegte, was übersetzt soviel heißt wie: mangelndes Training. Die ersten beiden Sätze gingen mit zwei Zählern Unterschied verloren, wobei Udo immer wieder eine Führung verspielte. Am Ende durfte Wolfgang seinen 3:1-Sieg zurecht bejubeln.
Nun war es an Pasi, zu zeigen, dass seine Trainingseinheiten den entscheidenden Vorsprung an Sicherheit ergeben hatten, der zum Sieg führt. Am Ende von drei Sätzen durften wir anerkennen: Training hilft durchaus, wenn man siegen will.

Mit einem 9:6-Erfolg in der Tasche ging es mit unseren Gastgebern und ohne unseren wieder im medizinischen Einsatz befindlichen Hammer noch ins Restaurant, wo wir den Sieg bei kulinarischen Köstlichkeiten doppelt genießen konnten.


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