Mit großen Hoffnungen und voller Zuversicht reisten die Jungs der ersten Herrenmannschaft am vergangenen Samstag zum ihrem ersten Saisonspiel gegen die TTG Wustweiler-Uchtelfangen an, welches auch gleich die Begegnung der beiden vermutlich höchstgehandelten Aufstiegskandidaten in dieser Landesligasaison darstellen sollte. In den vergangenen Wochen war fleißig trainiert worden, dennoch ist es sicherlich als ein Nachteil auf unserer Seite zu sehen, dass wir – bedingt durch Spielverlegungen an den ersten beiden Spieltagen - ohne vorherige Wettkampfpraxis gleich gegen das nominell stärkste Team antreten mussten, welches bereits mit zwei gewonnen Partien in die Saison gestartet war.

 

In den Doppeln setzten wir an Position 1 auf die altbewährte Kombination von Nico und Julian, Johannes und Max bildeten Doppel 2 und Andy und Matthias Doppel 3. Während Nico und Julian ihre Aufgabe gegen das polnisch-wustweilerische Duo Jastrzebowski/Kacperski souverän mit einem 3:1 Sieg lösten, blieben Max und Johannes gegen das gegnerische Spitzendoppel Niederstrasser/Comtesse chancenlos und unterlagen 0:3. Einen zweiten Punkt hatten wir uns von der Begegnung der beiden Dreierdoppel erhofft, jedoch fanden Andy und Matthias gegen die bestens miteinander eingespielten Michael Monz und Jochen Schwarz überhaupt nicht ins Spiel und unterlagen am Ende 1:3. Damit ging es für uns mit einem 1:2 Rückstand in die erste Einzelrunde.  

Den Auftakt machte Julian gegen die Wustweiler Nummer 1 und Neuzugang Sebastien Niederstrasser. Auch wenn Julian gut mithalten konnte und sich einige sehenswerte Punkte erspielte, musste er seinem Gegenüber am Ende zu einem deutlichen 3:0 Sieg gratulieren. Nun musste doch langsam wieder ein Punkt her, um nicht den Anschluss zu verlieren. Dies gelang Nico gegen Comtesse letztlich auch mit einem verdienten 3:1 Sieg, wobei Kevin hervorragend mitspielte und Nico einiges abverlangte.

In der ersten Begegnung des mittleren Paarkreuzes traf Andy auf Michael Jastrzebowski, wobei sich ein sehr ausgeglichenes Spiel entwickelte. Es ging schließlich über die volle Distanz von fünf Sätzen. Wenn Andy auch sobald der Ball einmal im Spiel war die Vorteile auf seiner Seite hatte, so hatte er doch über das gesamte Spiel sehr mit den unorthodoxen, an der Grenze zum Erlaubten anzusiedelnden Aufschlägen seines Gegners zu kämpfen, was sich in einer Rückschlagquote von teilweise unter 30% ausdrückte. Letztlich fand Andy nicht wirklich in sein dynamisch druckvolles Spiel und musste den Entscheidungssatz mit einem klaren 11:4 abgeben. Damit war Wustweiler auf 4:2 davongezogen und wir drohten den Anschluss zu verlieren. Es folgte das Aufeinandertreffen von Johannes und dem sympathischen Wustweiler Urgestein Marco Brendel. Dieses war jedoch von nur kurzer Dauer. Johannes fand direkt sehr gut in sein Spiel, konnte Marco sein aggressives Angriffsspiel aufzwingen und ein um den anderen für seinen Kontrahenten unerreichbaren Vorhandtopspin auf dessen Tischhälfte versenken. Mit einem 3:0 Erfolg verkürzte Johannes für den TTV auf 3:4, es blieb spannend.

Leider setzte es anschließend im hinteren Paarkreuz zwei klare 3:0 Niederlagen. Max kam gegen das unangenehme Spiel von Jochen Schwarz nie richtig zum Zug und unterlag am Ende mit einem klaren 0:3. Zwischen Matthias und Adrian Kacperski entwickelte sich dagegen ein sehr ausgeglichenes Spiel, wenn auch das deutliche 0:3 Ergebnis dies nicht vermuten lässt. In allen drei Sätzen unterlag Matthias unglücklich mit jeweils zwei Punkten Unterschied (9:11, 9:11, 10:12). Damit lagen wir zum Ende der ersten Einzelrunde bereits mit 3:6 zurück. Nun musste eine Kehrtwende her, wollten wir uns noch weiter Hoffnung machen Punkte aus Wustweiler entführen zu können.  

In der Begegnung der beiden Spitzenspieler Nico Albert und Sebastien Niederstrasser entwickelte sich ein wirklich hochklassiger Schlagabtausch mit spektakulären Ballwechseln, die die zahlreichen Zuschauer ein ums andere Mal in Staunen versetzte. Einzig die Form, in welcher die französische Nummer 1 der TTG seiner Extrovertiertheit am Tisch Ausdruck verlieh, schoss in der ein oder anderen Situation doch etwas über das Ziel und sportlich faires Verhalten hinaus. Nichtsdestotrotz siegte Niederstrasser am Ende knapp aber verdient in fünf Sätzen und brachte seine Mannschaft damit mit 7:3 in Führung. Auch Julian zwang Kevin Comtesse in einem nicht minder sehenswerten Spiel über die volle Distanz, leider auch diesmal mit dem besseren Ende für den sehr sicher aus der Halbdistanz agierenden Wustweiler Akteur.

Im anschließenden Duell der beiden Dreier traf Johannes auf Michal Jastrzebowski. Wie auch schon Andy tat sich Johannes extrem schwer mit den Aufschlägen seines Gegenübers, konnte bei eigenem Service aber ebenfalls konstant punkten. Folgerichtig ging es in der dritten Begegnung in Folge in den Entscheidungssatz. Und wieder einmal hatte Wustweiler am Ende die Nase vorn, sodass am Ende ein deutlicher 9:3 Erfolg für die mit einigen Neuzugängen verstärkte Equipe der TTG zu Buche stand. Einen etwas bitteren Beigeschmack gewann das Ende des Matches, da Michal im Entscheidungssatz gegen Johannes zweimal lautstark bei einem Aufschlagfehler seines Gegenübers jubelte. So etwas gehört sich nicht – auch nicht in der Hitze des Gefechtes - und hat mit sportlicher Fairness überhaupt nichts mehr zu tun.

Abgesehen von diesen ärgerlichen Vorfällen gingen die zwei Punkte an diesem Abend letztlich verdient nach Wustweiler-Uchtelfangen, die das spielerisch stärkere und eingespieltere Team waren.

Trotz dieser bitteren Niederlage werden wir nun nicht den Kopf in den Sand stecken und weiter nach vorne schauen. Es liegt noch eine ganze Saison vor uns, da kann immer viel passieren. Noch ist nichts verloren. Abschließend möchten wir uns noch bei den zahlreichen mitgereisten Fans für ihre großartige Unterstützung bedanken, auch wenn wir uns diesmal nicht mit einem Sieg revanchieren konnten. 

 

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