Zur letzten Begegnung der Hinrunde reisten wir nach Wiesbach. Leider konnte uns Anna wegen ihrer universitären Verpflichtungen nicht unterstützen und so kam zum wiederholten Male Thomas Martin zu einem Einsatz.
Wohlwissend, dass Wiesbach ein ernst zu nehmender Gegner sein würde, wog die immer noch aktive Erkältung von Tobias doppelt schwer.

Doch wir ließen uns nicht bange machen und starteten selbstbewusst in die Partie. Pasi und Thomas bildeten das Doppel zwei, das gegen Bernd Staub und Franz-Josef Herrmann antreten musste. Der Anfang war perfekt und so führten beide schnell mit 2:0 und es sah nach einem gelungenen Start aus. Doch leider drehte sich im dritten Satz das Blatt. Leichte Fehler schlichen sich ein und dieses Angebot  ließen sich die erfahrenen Wiesbacher nicht nehmen. Mit 9:11 ging Durchgang drei knapp verloren. Jetzt hatten die Gastgeber Blut geleckt und auch die beiden Folgesätze gingen jeweils mit 11:8 an die Wiesbacher - Fehlstart.
Horst und Udo agierten zeitgleich gegen Gerd Zewe und Christoph Kleer. Nach klar gewonnenem ersten Satz häuften sich im zweiten Durchgang bei beiden die Fehler und so war dieser am Ende verloren. Die Rückbesinnung auf eigene Stärken sorgte dafür, dass aus diesem kleinen Patzer kein Ausrutscher wurde.
Norbert und Tobias hatten die Youngster der Gäste, Jens Scherer und This Bauer, als Gegner. Wir hofften auf den zweiten Punkt, doch weit gefehlt. Die beiden jungen Akteure spielten selbstbewusst und hatten weder Respekt vor Norberts Topspins noch vor Tobias Turtletwister. Mutig kämpften sie um jeden Punkt und wurden immer wieder für ihren Einsatz belohnt. 0:3 das Endergebnis aus unserer Sicht - ein klassischer Fehlstart.


Nun mussten wir also in den Einzeln punkten, um den Rückstand in eine Führung zu verwandeln. Den Anfang machte unser Großmeister, der es mit Bernd Staub zu tun hatte. Bernds Abwehr war Horst wie auf den Leib geschrieben. Drei sehr einseitige Durchgänge zeigten deutlich, warum Horst immer noch als Schreck aller Abwehrspieler gilt.
Möllerflop musste gegen Gerd Zewe ran. Gekonnt vermied er es, Gerd in seine gefährliche gespielte Vorhand zu spielen. So ergab sich ein Rückhandduell paar Exzellenz, das Udo jederzeit sicher beherrschte und so ebenfalls einen 3:0-Sieg beisteuern konnte.

Nun hieß es, die 3:2-Führung in der Mitte auszubauen. Norbert "Balu" war auch hochmotiviert, aber sein Gegner Christoph Kleer hatte etwas gegen sein Spiel entgegenzusetzen. Mit Christophs Schnittwechsel kam Balu überhaupt nicht zu recht und nach drei Sätzen war der Gleichstand wieder hergestellt.  
Pasi dagegen machte seine Sache gut. Gegen Franz-Josef Herrmann brauchte er zwar im ersten Druchgang etwas, bis er seinen Lauf gefunden hatte, doch dann ließ er nichts mehr anbrennen und steuerte ein weiteres 3:0 zum Ergebnis bei.

Thomas durfte dann gegen Jens Scherer ran. Mit Unterstützung seines als Fan mitgereisten Sohns konnte er den ersten Durchgang mit 11:9 für sich entscheiden. Doch der weitere Spielverlauf entsprach nicht unseren Vorstellungen. Jens wurde immer sicherer und spielte ein sehr sauberes Angriffsspiel, gegen das Thomas keine Mittel mehr fand. Der Ausgleich war wieder hergestellt.
Und zu allem Übel erwischte auch Tobias einen Fehlstart. This Bauer hatte wie schon im Doppel wenig Respekt vor dem Reis'schen Material. In der Verlängerung musste sich Tobias den Angriffen von This ergeben und auch der zweite Durchgang ging mit zwei Zählern Vorsprung an den Wiesbacher. Im dritten Satz bäumte sich Tobias noch einmal auf, nur um dann im vierten Durchgang noch einmal mit zwei Zählern Rückstand zu verlieren. Die Wiesbacher lagen in Front und die Nervosität auf unserer Seite wurde größer.

Doch wir hatten ja unser vorderes Paarkreuz. Möllerflop war es, der den Gleichstand wieder herstellen durfte. Ähnlich wie zuvor Horst hielt auch er Bernd Staub sicher im Griff und sorgte so mit seinem 3:0-Sieg für den erneuten Einstand.
Und auch unser Horstmeister hatte mit Gerd Zewe null Probleme. Nach elf Gegenpunkten stand ein weiterer 3:0-Sieg auf unserem Habenkonto und wir führten 6:5.

Pasi stand den beiden vorderen Brettern in seiner Partie gegen Christoph Kleer in nichts nach. Auch erhielt seinen Gegner klar in Schach und brachte ein weiteres Match mit 3:0 nach Hause - 7:5 der Zwischenstand. Hoch würden wir also nicht mehr verlieren können...
Norbert hatte gegen Franz-Josef Herrmann einen Traumstart erwischt. Mutig zog er seine Topspins, mit denen Franz-Josef schwer zu kämpfen hatte. Nach zwei gewonnenen Sätzen kam Norbert außer Tritt (Puste?) und der dritte Durchgang ging an seinen Gegner. Im vierten Satz führte er schnell und lange. Doch dann wurde Franz-Josef immer stärker, retournierte ein ums andere Mal Norberts Topspins. Am Ende hatte der Wiesbacher mit 11:9 das bessere Ende für sich. In Satz fünf war Norberts Puste endgültig weg und so mussten wir eine bittere 2:3-Niederlage hinnehmen.

Nun war es an Tobias, den Vorsprung wieder herzustellen. Doch seine Erkältung machte ihm schwer zu schaffen, er hustete durch die Halle, während sein Gegner Jens Scherer mutig sein Angriffsspiel durchzog. Und so kam es, wie es kommen musste: mit zwei Netzrollern beendete Jens die ersten beiden Durchgänge mit je zwei Zählern Vorsprung zu seinen Gästen. Doch Tobias gab sich nich nicht geschlagen, legte alles in die Waagschale und spielte fleißig und erfolgreich Angriff. Im vierten Durchgang war dann leider die Luft raus und Jens machte den Sack zu - 7:7 der Zwischenstand.
Jetzt hing es an Thomas, wollten wir noch beide Punkte mit nach Hause nehmen. Und es entwickelte sich ein äußerst hochkarätiges und spannendes Match, denn auch This Bauer wusste um seine Chance. 11:9, 10:12 und 12:10 hießen die Ergebnisse der ersten drei Durchgänge aus Sicht des Wiesbachers. Satz vier konnte Thomas dann ganz nach Belieben gestalten und sieget mit 11:4. Wir hofften nun, dass Thomas nun sein Spiel gefunden hätte. Doch leider sahen wir uns getäuscht: This legte noch eine Schippe drauf und agierte sehr selbstbewusst. Und so wurde er am Ende mit 11:5 belohnt und machte einen Punkt für die Gastgeber sicher, die mit ihm jubelten.

Unser Schlussdoppel mit Horst und Möllerflop musste nun gegen Bernd Staub und Franz-Josef Herrmann gewinnen, wollten wir noch einen Punkt aus Wiesbach entführen. Den beiden war die last ihrer Veranwortung bewusst und so agierten sie wie ein gut geöltes Uhrwerk. Drei einseitiges Sätze lang ließen sie ihren Gegnern keine Chance und retteten uns so den Punkt.

Mit 8:8 und 33:25 Sätzen mussten wir erstmals in dieser Runde einen Punkt abgeben. Die 560:480 gespielten Bällen bedeuteten eine klare "Feldüberlegenheit" auf unserer Seite, die wir aber nicht in doppelte Punkte umsetzen konnten. Mit drei Spielern hatten wir alle 8 Zähler erkämpft. Und so bleibt der Kampf um die Meisterschaft weiterhin spannend, denn Namborn ist nur einen Zähler zurück.

Doch erst einmal feierten wir unsere Herbstmeisterschaft bei leckeren italienischen Speisen in der Pizzeria "De Luce" in Eppelborn und trösteten Norbert, der ob seiner heutigen Leistung (?!) etwas angeschlagen war. Aber Kopf hoch, das neue Jahr wird wieder besser und wir werden fleißig für die entscheidenden Partien gegen Namborn und Wiesbach trainieren.
Wir verabschieden uns wie erhofft mit der Herbstmeisterschaft in die Winterpause und regenerieren erst einmal die Akkus.
 


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