Der zurückliegende Samstag wurde von der 2. Herrenmannschaft mit Spannung erwartet. Der MTTC Namborn war in der Breitwieshalle zu Gast. Der Tabellenzweite war fest gewillt, seinen Rückstand von einem Punkt auf unsere 2. Mannschaft in einen Vorsprung zu verwandeln und beide Punkte aus der Breitwieshalle zu entführen. Dafür wurde extra die Partie zeitlich vorverlegt, damit unsere Gäste auch mit ihrer Nummer 1 Uwe Schwan antreten konnten. Unser Mannschaftsführer Norbert wollte dafür schon einen finanziellen "Ich kann kein Sky kucken"-Ausgleich, doch dieses Ansinnen wurde abgewiesen, konnte er als Ausgleich doch seinem Lieblingssport nachgehen.
Auch wir waren fest gewillt, den Vorsprung auszubauen und so wurde die Begegnung mit Spannung erwartet, zumal wir das Hinspiel nur knapp mit 9:7 für uns entscheiden konnten.

In den Doppeln glückte ein Auftakt nach Maß. Unser Großmeister und Möllerflop waren bis in die Haarspitzen motiviert. So war es kein Wunder, dass ihre Gegner Thomas Becker und Christoph Grill ohne Satzgewinn von der Platte gehen mussten.
Pasi und Anna hatten mit dem Spitzendoppel der Gäste, Uwe Schwan und Matthias Kirsch, eine härtere Nuss zu knacken. Wie in der Vorrunde ging der erste Durchgang an die Gäste. Dann kamen Pasi und Anna immer besser in Schuss, gewannen den 2. Durchgang in der Verlängerung und schließlich mit überzeugender Leistung das Spiel in vier Sätzen.
Tobi und Norbert machten es noch ein bisschen spannender. Konnten sie Satz eins noch in der Verlängerung für sich entscheiden, ging Durchgang zwei ebenfalls in der Verlängerung an Jens Schneider und Klaus Baltes. Satz drei ging wieder an uns, Satz vier an die Gäste. Im Entscheidungssatz gaben unsere beiden Recken alles, aggressives Coaching inbegriffen. Am Ende reichte es zum Fünfsatzsieg und der Jubel war groß, hatten wir in der Vorrunde doch mit 1:2 nach den Doppeln im Hintertreffen gelegen.


Möllerflop sollte nun gegen Noppen- und Schussspezialist Thomas Becker punkten. Hatte er seinen Gegner in der Vorrunde noch sicher im Griff gehabt, so erwies sich Thomas diesmal als hartnäckiger und ebenbürtiger Gegner. Die Sätze zwei bis vier gingen allesamt in die Verlängerung und den dritten Durchgang konnte Udo nach hohem Rückstand noch für sich entscheiden. So musste auch hier der Entscheidungssatz gespielt werden. Endlich gelang es Udo dann, die Schussquote von Thomas niedrig zu halten, der ansonsten zielsicher seine Schüsse verwandelte. Am Ende reichte es für Möllerflop, der über das 4:0 jubeln durfte.
Unser Großmeister Horst wollte nun die Führung ausbauen. Gegen Uwe Schwan hatte er in der Vorrunde gesiegt und so ging er mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung. Alle merketen seinen großen Willen, diese Partie siegreich zu beenden. Konzentriert zog er sein Spiel durch und so war ihm am Ende ein 3:0-Sieg vergönnt, der uns auf 5:0 in Front brachte.

Diese hohe Führung war vor der Partie nicht zu erwarten gewesen, gab uns aber Selbstvertrauen. Und so hofften wir darauf, dass Pasi wie in der Vorrunde gegen Matthias Kirsch würde als Sieger vom Tisch gehen können. Doch Pasi hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Das extra eingelegte Schusstraining unter der Woche gegen seinen Ballonabwehrenden Gegner hatte nicht gefruchtet, im Gegenteil. Pasi war total verunsichert und traute sich nichts mehr zu, am Ende musste er Matthias nach vier Sätzen zum Sieg gratulieren.
Anna gelang es gegen Jens Schneider, ordentlich mitzuhalten und die Partie offen zu gestalten. Immer wieder konnte sie ihre harten Schussbälle einstreuen, hatte dafür aber mit ihren Topspins und Jens Schnittwechsel Probleme. Dreimal zwei Zähler mehr hieß es am Ende für Jens, der damit auf 5:2 verkürzte.

Tobi sollte es vergönnt sein, die kleine Siegesserie der Gäste wieder zu stoppen. Gegen Klaus Baltes setze er Antitop und Turtletwister geschickt ein. Es dauerte, bis sich Klaus in dieses Spiel hinein gekämpft hatte, Satz eins war bereits verloren. Durchgang zwei gung dann in der Verlängerung an Klaus. Doch Tobi sattelte noch eine Schippe drauf, wagte seinerseits dosierten Angriff und gewann schließlich in vier Sätzen.
Norbert "Balou" Burckhardt laborierte immer noch an seiner Erkältung, die ihm zusammen mit seinem aggressiven Topspinspiel noch weniger Luft zum Atmen ließ. Er versuchte alles und als er schließlich den dritten Durchgang für sich entscheiden konnte, hofften wir auf eine Wende. Doch Satz vier sah ihn nach Luft japsen und seine Kräfte schwinden, so dass Klaus über das 6:3 jubeln durfte.

Jetzt kam ein entscheidender Punkt in der Partie, gingen doch beide Spitzeneinzel in der Vorrunde verloren.
Udo hatte sich fest vorgenommen, seine Siegesbilanz gegen Uwe Schwan wieder auszubauen. Doch der erste Durchgang sah Uwe als Sieger. Mit etwas Coaching war dann die Marschrichtung klar: fleißig Möllerflops in die Rückhand streuen. Dieses Spiel ließ Uwe ratlos an der Platte zurück und weitere drei recht klare Sätze reichten aus, uns mit 7:3 auf die Siegerstraße zurück zu bringen.
Bei Horst lief die Partie ähnlich. Der erste Durchgang ging in der Verlängerung an Thomas Becker. Doch dann gelang es Horst, die gefürchteten Schussbälle von Thomas weitgehend zu umspielen und selbst die Akzente zu setzen. Nach vier Durchgängen war auch hier Schluss, wir hatten den achten Punkt sicher. Damit war klar, dass wir auf jeden Fall Tabellenführer würden bleiben werden. Doch wir wollten mehr und setzten auf Pasi.

Gegen seinen Berufsschullehrer Jens Schneider wollte er sich wie in der Vorrunde keine Blöße geben. Doch auch in dieser Begegnung lief es ähnlich wie zuvor. Pasi traute sich nicht recht, sein eigenes Angriffsspiel aufzubauen, uns so ließ er Jens allzuoft die Chance, selbst gefährlich zum Zuge zu kommen. Vier Sätze dauerte es, dann hatte jens gewonnen und Pasi haderte mit seinem schlechten Tag, in dem er seine ersten Spiele in dieser Runde verlor.
Dafür kam nun eine Glanzleistung von Anna, die in der Vorrunde noch unter anderen Vorzeichen agiert hatte. Gegen Matthias Kirsch spielte sie diesmal clever mit Köpfchen und harten Schüssen. Sobald Matthias das Spiel eröffnetet, setze Anna ihre brillanten Schussbälle an, die Matthias nicht oft genug retournieren konnte. Nach drei Sätzen war Schluss und Anna liefert uns den viel umjubelten neunten Zähler.

Mit diesem Ergebnis war klar, dass die Vorentscheidung um die Meisterschaft zu unseren Gunsten gefallen ist. Mit drei Zählern Vorsprung sollte nun nichts mehr anbrennen. Zwar muss gegen Wemmetweiler III und Wiesbach noch einmal konzentriert gespielt werden, um keine Punktverluste zu riskieren. Das sollte aber nach dieser überzeugenden Leistung kein Problem sein.

Bei einer leckeren Hackfleischlauchsuppe und leckeren Quarkbällchen wurde im Clubraum noch ausgiebig gefeiert, bevor sich alle von dieser Partie erholen durften.
Nun heißt es konsequent alle Spiele durchziehen, dann steht der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Kreisliga nichts mehr im Wege.     


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