Am letzten Spieltag der Saison war die Meisterschaft für die Mannen des TTV 2 theoretisch noch möglich. Um dieses Ziel zu erreichen, hätte Limbach in Hasborn verlieren und wir nicht knapper als 9:5 in Altstadt gewinnen müssen. Daher galt es zunächst einmal unseren Beitrag zu diesem Unterfangen zu leisten.

 

Dass ein Sieg in Altstadt schwer werden dürfte, war uns vor der Partie klar, da Altstadt seinerseits mit einem Punktgewinn noch Chancen auf den Klassenerhalt hatte. Und man merkte sogleich, dass es die Altstädter noch einmal wissen wollten. Nach den Doppeln führten wir zwar noch mit 2:1. Als jedoch Udo relativ klar gegen Steffen Klein bei geben musste und Hannes nicht unbedingt erwartet von Thommi Krenn verarztet wurde, bekamen wir mächtig Eisen. Dies merkte man sogleich bei dem Aufeinandertreffen der früheren Mannschaftskameraden aus Bexbacher Zeiten von Wölfchen Groß und unserer Traubenmacht. Wölfchen, der sich offenbar viel vorgenommen hatte und Groß aufspielte, hatte Michael bereits am Rand einer Niederlage. Doch wie Udo immer sagt: „Der Michel kann machen was er will – er hat einfach immer Sonne!“ Und so schien die Sonne auch zum 11:9 im fünften Satz. Ähnlich verlief das zweite Einzel von Felix gegen Max. Es schien, als hätte Felix unseren MaLin bereits im Sack. Aber wie sagte Giovanni Trapattoni einst: „No say, the cat is in the sack when the cat is not in the sack!“ Mit unbedingtem Siegeswillen fuhr Max die entscheidenden Punkte ein und war am Ende gegen Felix der Glückliche.

 

Im hinteren Paarkreuz musste zunächst Pi gegen gegen Freddi Schranz ran. Man wusste: Der Schranz, der kanns – doch Gräßer war besser! Eine großartige Leistung zeigte auch Passi – genannt Ashley – Blank gegen Erhard Denne. Den stets gefährlichen wie routinierten Abwehstrategen der Altstädter hatte Passi jederzeit im Griff. Sehenswerte Ballwechsel zu Passis Gunsten durften wir in seinem Stammbuch verzeichnen.

 

Im zweiten Durchgang fand Hammer gegen Steffen wieder zu gewohnter Stärke und baute unsere Führung auf 7:3 aus. Nun sollte es an unserem Möllerflop sein, auch einmal wieder zu punkten, doch mit Thommi Krenn stand natürlich ein großartiger Akteur auf der anderen Seite des Tisches. Udo, von allen einst so guten Schüssen verlassen, hatte den Plan, sich auf das danach verbleibende Schlagrepertoire zu verlassen – d. h. Schupfen, intelligentes Schupfen wohlgemerkt! Und so schupfte sich Udo tatsächlich hochkonzentriert und unberedt in den fünften Satz. Doch auch hier galt wieder der Satz: „Hast Du Scheiße am Fuß, hast Du Scheiße am Fuß!“ Thommi machte nervenstark die entscheidenden Punkte und Udo war am Ende Krenn-zenlos frustiert. Kopf hoch, Udo! Du hast schon so viele Spiele für uns entschieden und uns durchgeschleift. Wir sind ein Team und daher war es diese Rückrunde einmal an uns, zu punkten, wenn es bei Dir nicht so gut läuft. Nächste Saison sieht es wieder anders aus. Schließlich bist Du doch der Nichtschwimmer mit der Brill, der immer gewinnen will!

 

Im Duell der beiden Dreier hatte Max mit Wolfgangs unorthodoxem Spiel durchaus zu kämpfen, behielt aber am Ende mit 3:0 Sätzen die Oberhand. Michael bekam es mit Felix zu tun, der großartig aufspielte und eigentlich einen Sieg verdient gehabt hätte. Doch als im fünften Satz ein Altstadter Zuschauer hineinrief - „Der schwächelt!“ – fing die Sonne für Michael wieder an zu scheinen und Michael stibitzte auch diesen Punkt zum 9:4 Endstand.

 

Dass es am Ende für uns nicht zur Meisterschaft gereicht hat, erfuhren wir anschließend aufgrund der Liveschaltung nach Hasborn, wo Limbach ebenfalls erfolgreich war. Unsere Freunde aus Altstadt waren mit dieser Niederlage leider abgestiegen, was wir ehrlich bedauern, da wir immer schöne Partien gegen sympathische Spieler ausgetragen haben. Für unsere lautstarken Gesänge unter der Dusche dürfen wir uns noch mal entschuldigen. Wir singen immer und das hat nichts mit Tabellenständen – weder unserem eigenen, noch dem des Gegners – zu tun.

 

Ein großer Dank gilt unseren nahezu zu jedem Spiel mitgereisten treuen Fans, allen voran Maike, Melle, Mareike und insbesondere unserem Edelfan Dietmar. Letzterer hat auch gestern wieder aufgrund seiner Anwesenheit Michaels Spiel regelrecht befruchtet und ihn zum Sieg getrieben. Euch, wie auch allen anderen, die zu unseren Spielen gekommen sind – Passis Eltern nicht zu vergessen, die regelmäßig die Heimspiele besucht haben – ein ganz herzlicher Dank. Euch haben wir diese großartige Saison ganz erheblich mit zu verdanken.

 

Der Satz „Nichts ist scheißer als Platz zwei“ lassen wir als Resumé für diese Saison angesichts der Vizemeisterschaft nicht gelten. Zwar hätten wir natürlich gerne die Meisterschaft errungen. Jedoch war es anfangs der Saison nie das Ziel und so kam es auch, dass wir „ohne zwei“ in der Vorrunde gegen Wemmetsweiler antraten bzw. antreten mussten, eine Niederlage kassierten und im Nachhinein feststellen mussten, dass uns diese beiden „Miesen“ am Ende den ersten Tabellenplatz kosteten. Schließlich gewannen wir nach den beiden Niederlagen anfangs der Hinrunde gegen Limbach und Wemmetsweiler alle 14 folgende Partien. Dabei hatten wir jeden Samstag Spaß, nicht nur weil wir stets gewonnen haben. Vielmehr waren wir so oft siegreich, weil wir uns als echte Mannschaft an und außerhalb des Tisches präsentiert haben. So macht Mannschaftssport Spaß.

 

Am Ende wollen wir nicht versäumen, den fairen und sportlich starken Limbachern zur Meisterschaft zu gratulieren. Viel Erfolg in der kommenden Saison in der Landesliga.

 

(Anmerkung von Möllerflop: Zu ergänzen bleibt, dass unsere Traube einen vorzüglichen Pfundstopf in der heimischen Breitwieshalle sowie einen anschließende Videonacht mit Synchronhaarewaschen verpasste, da er lieber nach Hause zu Doris fuhr, als uns feierwütige nach Niederlinxweiler zu begleiten! Aber nicht traurig sein, lieber Michael, vielleicht bist du dann ja beim nächsten Mal wieder dabei :-))


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