Gegen unsere Freunde aus Quierschied wollten wir unsere Siegesserie ausbauen und die Limbacher, die wir in der Tabelle vor uns hertreiben, weiterhin unseren heißen Atem spüren lassen. Um bei diesem Unterfangen nicht zu viel Zeit zu verlieren, kürzte Passi bei der Begrüßung schon mal ab: Künftig firmieren wir nur noch unter „Linxweiler“, das mit den beiden Linxweilern auch in den Möllern spielt. Da kriegt der Knurrhahn schon mal Hühnerfell.

 

Während wir ohne unseren Max antreten mussten, fehlte auf Seiten unserer Gegner Andreas Mohr, der zurzeit beruflich in Ruhpolding weilt um die von ihm entwickelte Mohrlinger-app an unsere Biathleten zu veräußern. Falls sich künftig mal jemand auf der Loipe verlaufen sollte, wäre die Frage „Wo ist Behle?“ leicht zu beantworten.

 

Nach den Doppeln durften wir eine 2:1 Führung zu unseren Gunsten verbuchen. Bei Philipp und Felix sah es zwar gegen Hermann Pitsch und Sven Lang gut aus, doch am Ende zogen sie doch den Kürzeren. Im vorderen Paarkreuz gab zunächst Hammer gegen Patrick den Ton an, wobei Letzterer durch die anstehenden Examensvorbereitungen mental stark beansprucht wirkte, so dass er so manchen Freischuss neben den Tisch setzte und nicht seine Bestleistung abrufen konnte. Viel Glück für’s Examen, Patrick! Und wie kaum anders zu erwarten, lieferte sich Udo gegen Nussbert wieder ein sprichwörtlich sagenhaftes Match. Man könnte auch sagen, dass das Spiel zu keiner Zeit Leis war, da jeder Ball kommentiert wurde. Am Ende siegte Udo denkbar knapp mit seiner bekannten Laberstrategie, d. h. den Gegner tod zu schwätzen, was erstmalig bereits vor unvordenklicher Zeit gegen den Niehren Karl erfolgreich war. Man erinnert sich.

 

 

In der Mitte bekam es Michael mit Andreas Schneider zu tun, der von Saison zu Saison besser zu werden scheint. Michael, bei dem der Rebensaft der kampanischen Aglianicotraube offenbar noch nicht richtig wirkte, befand sich zwischenzeitlich am Rande einer Niederlage und behielt am Ende, nach einer mäßigen Leistung, nur äußerst knapp die Oberhand. Edelfan und Chefkritiker Dietmar Möller quittierte ihm dies mit harten Worten, die Michaels Spieleröffnung betrafen, so dass keine rechte Freude mehr über den Sieg aufzukommen vermochte. Passi, der heute in das mittlere Paarkreuz aufrutschte, machte Sven, genannt Vamos, den Tanz Lang und zeigte eine vamose Leistung gegen einen verwegen aufspielenden Gegner. Vamos Passi!

 

Im hinteren Paarkreuz war es für den Ersatzmann der Gäste, Lucas, Schadt, dass er ausgerechnet gegen unseren schwer auszurechnenden Philipp ran musste, gegen dessen Vorhandschüsse keine Gräßer gewachsen waren. Unser Ergänzungsspieler wiederum hatte es nicht minder schwer, musste er sich doch mit dem Urgestein der Quierschder, Hermann Pitsch, auseinandersetzen. Hermann, der bei seinem Spiel sowohl die Nähe zum Tisch, wie Mitleid mit dem Youngster vermissen ließ, brachte in gewohnter Manier zumeist mehr Bälle auf den Tisch zurück als sein Gegenüber. Trotz technischer Überlegenheit unseres Felix’ zeigte sich einmal wieder, dass die Wahrheit samstags auf dem Platz liegt und so machte Hermann unseren Nachwuchsmann am Ende pitschnass.

 

Einen unerwarteten Hänger leisteten sich sodann unsere beiden Aushängeschilder auf den Brettern eins und zwei. Auch mit einem Hammer war Nussi einfach nicht zu knacken. Daher wird Hammer nun als Hämmorrhoid in die quiersch’der Analen eingehen. Noch erstaunlicher war die glatte und mehr als deutliche Niederlage Udo’s – das ist der Nichtschwimmer mit der Brill, der immer gewinnen will. Die Ursachenforschung für seine Minderleistung ist noch nicht abgeschlossen. Es deuten jedoch gewichtige Gründe darauf hin, dass auch Udo, obwohl er kein Examen mehr schreibt, mental nicht ganz auf der Höhe war. Macht er sich doch ganz Linxweiler nur an seine Bilanz im Falle einer eigenen Niederlage und weiterer Siege der Mitte zu denken scheint. Denn Udo weiß, dass er im Falle eines Abrutschens ins mittlere Paarkreuz schon etwas mehr zeigen müsste, als Schupfen, Flops und Schwätzen, um Spiele zu gewinnen.

 

In der besagte Mitte spielte Michael, von der Macht der Traube beseelt und Dietmars Kritik im Herzen bewegend, nunmehr in der gewohnt locker-emotionalen Manier auf. Michael bat Vamos mit einem „venga“ zu Tisch und verabschiedete ihn mit einem „hasta la vista“ nach drei Sätzen. Den Schlusspunkt setzte Passi, dessen hundsgemeine Bälle zumeist von ebensolchem Bellen begleitet wurden gegen Andreas Schneider.

 

So beendeten wir eine umkämpfte Partie mit 9:4 and the cat was in the sack! Kaum waren Ball und Gebell verhallt, ertönte der einst von Johann Strauss (Vater) komponierte und dem Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky von Radetz gewidmete Marsch, der sich im Kreise der Herren 2 größter Beliebtheit erfreut. Ein besonderer Dank geht wie immer an unsere treuen Fans, die sich in Teilen auch nicht scheuen, die eigenen technischen Schwächen direkt nach dem Spiel in der gebotenen Deutlichkeit anzusprechen. Ein abschließendes Doppel zwischen Maike und Melle auf der einen Seite sowie Hannes und Michael andererseits, dem ein Wetteinsatz zugrunde lag, der nicht verraten wird, beendete den sportlichen Teil. Gesänge von Hamstern, die an einem beautiful day wie Sieger aussehen, schlugen so manchem Zuhörer gewiss auf den Magen, eh die von unseren lieben Wirtleuten zubereiteten Tortellini durch den Selbigen gingen.

/p


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