Der dritte Spieltag erforderte keine lange Anreise, ging es doch nur einmal über den Berg zum Nachbarn nach Remmesweiler. Wie bereits der Mannschaftsführer der Gastgeber, Uwe Luther, bei der Begrüßung bemerkte, war es seit langem mal wieder eine Begegnung der 1. Remmesweiler Garnitur mit unserer 2. Mannschaft - das erste mal in der Landesliga überhaupt. Diesmal hatten wir keine unerwarteten Ausfälle zu verkraften und hofften so auf ein offenes Spiel.
Rouven und Viktoria machten im Doppel den Auftakt gegen Celine Sicks und Andy Welter. Schnell war klar, dass diese Partie kein Zuckerschlecken für unsere beiden werden würde. Viktoria musste gleich auf drei Noppenbeläge achten. Zudem setzten Celine und Andy ihre Waffen gekonnt und durchschlagskräftig ein. Unsere beiden Akteuere machten ihre Hausaufgaben ganz gut, kamen am Ende über einen Satzgewinn nicht hinaus.
Leichteres Spiel hatten unser Großmeister und Möllerflop gegen Gerald Jung und Uwe Luther. Der zweite Satz war hart umkämpft, dafür ging der dritte Durchgang ohne Gegenpunkt an unsere Akteure.
Unsere Youngster Marwin und René mussten gegen die eingespielte Paarung Bernd Baumann/Martin Federkeil ran. Und die beiden Routiniers spielten ihre ganze Erfahrung aus und schickten die beiden Nachwuchsakteure auf lange Laufwege, die sie am Ende nicht gewinnbringend zurücklegen konnten. 0:3 hieß es hier am Ende, wir waren mit 1:2 im Hintertreffen.
Doch es kam noch schlimmer. Möllerflop musste sich mit den Langnoppen von Celine Sicks auseinandersetzen. Das gelang ihm im ersten Durchgang auch gut und so durfte er diesen in der Verlängerung für sich verbuchen. Doch Celine wurde sicherer, machte immer weniger Fehler und setzte nun vermehrt ihre Vorhand ein. Das zermürbte unseren Udo und seine Möllerflops sichtlich, so dass Celine am Ende über ihren 3:1-Erfolg jubeln durfte.
Einen ähnlichen Spielverlauf erlebt unser Christmann am Nachbartisch gegen Andy Welter und dessen Noppen. Auch diese beiden schenkten sich nicht und es entwickelte sich ein spannendes Duell. Der erste Durchgang ging an Rouven, die Durchgänge zwei und drei an Andy. Im vierten Durchgang wechselte die Führung mehrfach und es wurde mächtig spannend. Am Ende hatte Andy die besseren Nerven und siegte 14:12.
Jetzt mussten Siege her, wollten wir nicht zu sehr ins Hintertreffen geraten. Doch leider wurde unsere Geduld arg auf die Probe gestellt. Denn René hatte gegen Gerald Jung nichts zu lachen und leider auch nichts zu melden, 5:1 stand es also für die Gastgeber.
Nun musste unser Großmeister punkten, was aber Martin Federkeil gerne verhindert hätte. Beide setzten die Akzente in diesem umkämpften Duell abwechselnd und so stand es schließlich 2:2, der Entscheidungssatz musste also her. Voller Elan startete Horst und zog seinen Stiefel konsequent durch. So konnte er auf 2:5 verkürzen.
Nun war es an Vicky, gegen den Ex-Linxeiler Bernd Baumann einen weiteren Punkt zu erspielen. Doch das war natürlich einfacher geschrieben als gespeilt, denn die Noppen von Barnes wollten ja auch erstmal außer Gefecht gesetzt werden. Dies gelang ihr nur im dritten Durchgang überzeugend, in den andern Durchgängen fehlte ein kleines Quäntchen.
Den Abschluss des ersten Durchgangs bildete die Partie Marwin gegen Uwe Luther. Und hier zeigte Marwin, warum seine Erfolgskurve so steil nach oben zeigt. Die ersten beiden Durchgänge gingen noch knapp an Uwe, der seine Erfahrung gegen Marwins eingeschränkte Reichweite ausspielte. Doch dann coachte Udo unseren Youngster zurück ins Spiel. Und Marwin ließ fortan keinen Zweifel daran, wem hier die Zukunft gehört. Die drei Folgesätze gingen klar auf sein Konto - 3:6 der Zwischenstand.
Würde Rouven gegen Celine den Abstand weiter verkürzen können? Im ersten Durchgang sah es tatsächlich so aus. Celine tat sich mit der Noppenabwehr von Rouven schwer. Doch dann besann sie sich auf ihre eigene Angriffsstärke und brachte Rouven in die Bredouille. Am Ende war Rouven chancenlos und es stand 7:3 für die Gastgeber - hoch würden wir nicht mehr siegen können.
Doch immerhin war ein Sieg noch denkbar. Dass dies so blieb, dafür sorgte in weiteren Verlauf unser Möllerflop. Genau mit diesem weichen Rückhandwurf brachte er Andy Welter zur Verzweiflung. Andy brachte sich im ersten Durchgang durch eine Diskussion mit den Zuschauern selbst aus der Konzentration, die er danach nicht wieder fand und so Udo zum 3::0-Sieg gratulieren musste.
Nun war der Ehrgeiz unserer Truppe geweckt. Horst war der nächste, der sich in die Siegerliste eintragen wollte. In drei knappen Sätzen behielt er gegen Gerald Jung routiniert die Oberhand und verkürzte so auf 5:7.
Und auch René hatte sich von seiner Auftaktniederlage gut erholt. Mit den geraden Spiel von Martin Federkeil kam er ausgezeichnet zurecht und behielt bei den sehenswerten Bällen häufig die Oberhand. Nach drei Sätzen stand es so 6:7 - wir waren wieder zurück im Match..jpg)
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Marwin hatte es nun auf dem Schläger, den Ausgleich zu erspielen. Doch würde er gegen die Noppen von Barnes bestehen können? Ja, er würde! Erneut stellte er seine Klasse unter Beweis, denn Barnes zog immer wieder den Küzeren und Marwin den erfolgreicheren Topspin. Nach drei Durchgängen war klar: es war alles wieder drin 7:7 der Zwischenstand.
Viktoria hätte mit einem Sieg einen Punkt für uns sichern können. So begann sie auch hochmotiviert und gab alles, um Uwe Luther Paroli zu bieten. Beim Stande von 10:10 war klar, dass hier keine Geschenke verteilt werden würden. Es ging hing und her, doch den längsten Satz des Tages gewann Uwe am Ende mit 15:13. Bei Vicky saß die Enttäuschung tief, so dass der Folgesatz klar an Uwe ging. Doch dann kam Vicky wieder zurück, macht es noch einmal spannend. Aber am Ende setzte Uwe den Punkt zum 11:9 und sicherte somit den ersten Zähler für die Gastgeber.
Das Schlussdoppel musste also über die Punkteverteilung entscheiden. Im Vorfeld war schon klar, dass diese Begegnung mit Celine und Andy für Udo und Horst kein Zuckerschlecken bedeuten würde. Dass sie allerdings so klar zu Gunsten der Gastgeber eneden würde, hatte dann auch niemand gedacht. Nachdem im ersten für Udos Möllerflop Durchgang nicht der Hauch eines Durchkommens war, wechselte er ab dem zweiten Satz konsequent auf die Vorhand. Doch das wiederum passte unserem Großmeister nicht so recht ins Konzept. Celine und Andy hatten eindeutig die schlagkräftigeren Argumente auf ihrer Seite. Am Ende siegten sie verdient dreimal 11:6 und Remmesweiler durfte den doppelten Punktgewinn bejubeln. 11 Bälle Unterschied zeigen aber, wie knapp diese Partie am Ende war.
Doch wir hatten keine Zeit für Gram. Der aus St. Wendel angereiste Tobias sollte besungen werden. Nach dem vielstimmigen Geburtstagsständchen, in das auch die Gastgeber einfielen, wurde ein netter Abend eröffnet. Dank dem von Barnes mitgebrachten und von Mike Hahn fachmännisch bedienten Pizzaofen war der Hunger auf beiden Seiten schnell gestillt und so manche Geschichte ließ die Zeit bis zum Aufbruch nur so verfliegen.
Als Fazit kann man festhalten, dass wir durchaus in der Klasse mithalten können. Nun müssen noch ein paar Siege her, damit wir auch weiterhin in der Landesliga bestehen können. Und natürlich freuen wir uns auf das Spiel in der Rückrunde gegen die sympathischen Remmesweiler in eigener Halle.
