Der fünfte Spieltag sollte endlich den lang ersehnten ersten Sieg für die 1. Herrenmannschaft bringen. Auch wenn Hammer nicht dabei sein  konnte, wollten wir unterstützt von seinem Zwillingsbruder Max gegen Bous punkten.
Doch Serien halten manchmal länger, als man es sich wünscht. Und so meldete sich Max am Freitagmittag krank und wir hatten wieder einmal die Herausforderung zu bewältigen, kurzfristig einen Ersatz zu finden. Dankenswerterweise sprang erneut Anna Crummenauer ein und sorgte dafür, dass wir komplett und relativ schlagkräftig gegen den Saarlandligaabsteiger antreten konnten.
Auf Seite der Gäste fehlte Rüdiger Daub, so dass wir die Hoffnung auf ein spannendes Spiel hatten, das mit ein bißchen Glück mit Punkten gekrönt werden könnte.

In den Doppeln probierten wir eine neue Variante. Andy und Julian sollten als Spitzendoppel die Führung herausspielen. Beide harmonierten dann auch wunderbar, Stefan Domma und Markus Bähr auf der Seite der Gäste hatten keine Chance und wir konnten in Führung gehen.
Dann versuchten Anna und Möllerflop wieder ihr Glück als „Kanonenfutter“ gegen das Spitzendoppel der Gäste. Doch Necdet Demir und Boris Messinger taten sich deutlich schwerer gegen unser Kanonenfutter, als ihnen lieb war. Udos Flops in Kombination mit Annas harten Rückhandschüssen sind in der Landesliga auch einzigartig und so entwickelten sich drei hart umkämpfte Sätze, von denen unser gemischtes Kanonenfutter den dritten gewinnen konnte. Erst im vierten Satz war dann das Pulver verschossen, die Kanonenkugeln schlugen nicht mehr ein und Bous konnte ausgleichen.
Pasi und Horst sollten dann als Links-Rechts-Kombination zu alter Stärke zurückfinden. Mit Reinhard Messinger und Benjamin Mekle stand eine auch altersmäßig ebenbürtige Paarung auf der anderen Tischseite. Den ersten Durchgang brauchten unsere beiden Akteuere, um die Kette wieder krallen zu lassen. Dann lief es mit jedem Ballwechsel besser und nach vier Sätzen stand es 2:1 für uns.


Andy traf auf Stefan Domma. Irgendwie fand er an diesem Abend seinen Rhythmus nicht - seine Gedanken waren vermutlich bei seiner hochschwangeren Frau, was ihm keiner übel nehmen konnte. Jedenfalls fand er gegen Stefan keine adäquate Waffe, um die nahezu perfekten Blockbälle von Stefan an irgendeiner Stelle des Tisches zu versenken. Nach drei Sätzen hatte Bous ausgeglichen.
Julian dagegen hatte eine Sternstunde erwischt. Gegen Necdet Demir, der sich natürlich ebenbürtig zur Wehr zu setzten wusste, gab es tolle Ballwechsel und klasse Topspins zu bestaunen. Unser Juli ließ aber über alle drei Sätze die Sonne für uns scheinen, wir lagen wieder in Front.

Unser Möllerflop hatte zwar unter Woche bei den Senioren „trainiert“, doch gegen den Senior der Gäste, Reinhard Messinger, reichte dies nicht. Zwar gab es eine erfolgreiche Aufholjagd im ersten Satz mit dem besseren Ende für Udo. Doch dann fiel ihm nichts mehr ein, was Reinhard in Prädouille bringen konnte. Im vierten Satz beendet Reinhard den Satz mit Aufschlägen, die Möllerflop zielgerichtet ins Netz busgiserte und so aus dem 9:9 ein 11:9 machte - der Ausgleich für Bous.
Das Versagen des mittleren Paarkreuzes im ersten Durchgang machte dann unser frisch gebackener Deutscher Seniorenmeister Horst komplett. Gegen Boris Messinger war für ihn dann kein Kraut gewachsen, die starken Topspins von Boris fanden ihr Ziel wie an der Schnur gezogen. Damit lagen die Gäste erstmalig in Front.

Doch dieser Zustand sollte nicht lange währen. Denn unser stärkstes Paarkreuz schickte sich an, die Gegner zu entsetzen und unsere Fans zu erfreuen. Den Anfang machte Pasi gegen Benjamin Mekle. Im ersten Satz sah es so aus, als würde er chancenlos untergehen. Doch wer unseren Pasi abschrieb, setze auf das falsche Pferd. Wie eine Dampfmaschine brauchte er erst genug Dampf, bevor er losrollte. Einmal losgelassen überrollte er dann seinerseits Benjamin, der am Ende regelrecht verzweifelt den Sieg von Pasi eingestehen musste.
Dann kam Anna gegen Markus Bähr zum Einsatz. Ein Duell auf Augenhöhe entwickelte sich, dass die Zuschauer in den Bann zog. Über die volle Distanz schenkten sich beide Duellanten nichts. Am Ende hatte Anna die besseren Argumente in Form ihrer unangenehmen Schmetterbälle, die sowohl von der Rückhand als auch von der Vorhand ihr Ziel sehr sicher trafen. 5:4 der Zwischenstand, wir lagen in Front und hofften nach dieser starken Vorstellung unseres hinteren Paarkreuzes auf Punkte.

Andy hatte sich bei den beiden abgeguckt, wie man den ein oder anderen Ball versenken konnte. Und so schaffte er auch einen positiven Start gegen Necdet Demir. Doch dann war es Necdet, der das Spiel noch einmal drehen konnte. Zwar knapp, aber letzten Endes verdient, setzte sich Necdet in vier Sätzen durch und schaffte erneut den Ausgleich.
Auch Julian hatte zugeschaut - und auch er hatte abgeschaut. So spielte er gegen Stefan Domma fehlerfrei und knüppelhart und sah nach zwei Sätzten nach dem klaren Sieger aus. Doch dann wurde Stefan stärker, retournierte die Bälle von Juli und es sah so aus, als würde die Sommersonne sinken. Der vierte Satz ging in der Verlängerung an den Bouser und der Entscheidungsdurchgang musste her. Als wäre nichts gewesen kam Juli nun zurück, Stefan blieb chancenlos und wir lagen wieder in Front.

Doch der Vorsprung währte nicht lange. Möllerflop hatte gegen Boris Messinger im ersten Satz eine Sternstunde. Blockbälle und Schmetterbälle trafen ihr Ziel und er ging in Front. Doch während Boris eine weitere Schippe drauflegen konnte, wurde Udo hüftlahm und konnte dem schnellen Spiel seines Gegenübers immer weniger folgen, so dass der Gleichstand wieder hergestellt war.
Licht und Schatten zu vereinen gelang Horst. Den ersten und dritten Satz gewann er gegen Reinhard Messinger klar, in den Sätzen zwei und vier war er dagegen chancnenlos. Ob es an der Tischseite lag? Wir hofften es nicht, waren aber skeptisch, als es nach dem Seitenwechsel wieder eng wurde. Beim Stande von 10:10 war klar, dass es Hoffnung geben könnte. Und fürwahr: Unser Großmeister konnte den Entscheidungsdurchgang zu seinen Gunsten drehen und barchte uns erneut in Führung. Hoch würden wir also nicht mehr verlieren.

Doch bei der Partie von Pasi gegen Markus Bähr sah es anfangs ganz danach aus, als könnten wir doch noch verlieren. Ähnlich wie in seinem ersten Spiel kam Pasi nicht in Fahrt und der Bä(h)r schlug zweimal zu. Doch ein ernstes Coaching von Udo sorgte für den Umschwung. Wie ausgewechselt kam Pasi aus der Coachingzone zurück und ließ sich unter dem Jubel der Fans nicht mehr von der Siegerstraße abbringen.
Ein Punkt fehlte uns nun zum doppelten Punktgewinn. Sollte es unserem Joker Anna gelingen, den Sack zuzumachen? Die Halle bebte, als sie in großartiger Manier den ersten Durchgang mit gerade einmal einem Gegenpunkt gewinnen konnte. Ganz so einfach machte es ihr Benjamin in den beiden Folgesätzen zwar nicht mehr, doch Anna hatte einen Lauf und war nicht zu bremsen. Der Sieg und zwei Punkte waren unser, die Erleichterung, die Bewunderung für Anna und der Jubel auf unserer Seite groß. Wir können noch gewinnen und arbeiteten uns ein Stück weit aus dem Tabellenkeller heraus.

Dank unserer Ersatzfrau Anna waren wir im wahrsten Sinne des Wortes schlagkräftig - und so soll Anna auch in den noch anstehenden Spielen den ein oder anderen Einsatz bekommen.

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