Nach der sehr überzeugenden Mannschaftsleistung und einem am Ende des letzten Spieltages zu Buche stehenden 9:6 Arbeitssieg gegen Angstgegner Schiffweiler stand für die Jungs der zweiten Herrenmannschaft nun ein Heimspiel gegen den Tabellensiebten aus Primstal auf dem Programm. Wenn auch auf dem Papier eine klare Angelegenheit für den Limbach-Verfolger Nummer 1, so waren die sympathischen Gäste von der Prims (der Fluss nach dem der Ort 1930 benannt wurde) dennoch nicht zu unterschätzen, sind sie doch insbesondere im vorderen Paarkreuz mit zwei der besten Spieler der Liga aufgestellt.

So scheuten wir auch diesmal weder Kosten noch Mühen unsere beiden wie schon letztes Wochenende im tiefen Süden der Republik weilenden Topspieler Möllerflop und MaLin in dem eigens für solche Zwecke angeschafften Mannschaftsbus (Udo´s Passat) aus mehreren 100km Entfernung einfliegen zu lassen.

 

Bis in die Haarspitzen motiviert begann die Partie in der Breitwieshalle gegen 20 Uhr wie immer mit den Eingangsdoppeln. Hier konnten wir unseren Trend der Rückrunde fast immer mit einer Führung in die Einzel zu starten bestätigen: Während Pi und Hammer gegen das Primstaler Spitzendoppel Finkler/Wiesen chancenlos waren, konnten MaLin und Möllerflop sowie Passi an der Seite der Traube ihre Doppel jeweils glatt 3:0 für sich entscheiden. Letztere Paarung gilt aufgrund seiner unglaublichen Siegesserie mittlerweile als das wohl beste Doppel der Bezirksliga; es gibt Gerüchte, dass beide von Bundestrainer Jörg Roßkopf für das nächste Wochenende nach Dortmund zitiert wurden um im Falle des erhofften Traumfinales Deutschland gegen China überraschend im Doppel aufgestellt zu werden und diesen mit Michaels im fernen Osten bisher unbekannten und bereits bezirksligaweit gefürchteten frontalen Langarmblocks sowie Pascals angsteinflößendem Siegesschrei das Fürchten zu lehren. Es ging also erfreulicherweise wieder mal mit einer 2:1 Führung in die Einzel.

 

 

Erwartet schwer hatten es anschließend Udo und Johannes im vorderen Paarkreuz: Trotz eines sehr ausgeglichenen und spannenden Spiels musste Udo dem überregional erfahrenen Marc Finkler nach vier Sätzen gratulieren. Besser machte es Johannes, der Stefan Wiesen nach einem sehr taktischen geprägten Spiel mit immer wieder wechselnden Vorteilen und einigen schönen Ballwechseln mit 11:9 im fünften Satz bezwingen konnte. Damit war die Einpunkteführung aus den Doppeln immerhin konserviert.

 

Es folgte nun, wie schon am letzten Wochenende, eine Machtdemonstration unseres mittleren und hinteren Paarkreuzes: Michael und Max, übrigens die Spieler mit der besten und zweitbesten Bilanz im mittleren Paakreuz der gesamten Bezirksliga, ließen keinen Zweifel an ihrem Können aufkommen und gaben gegen Mink und Duddek keinen einzigen Satz ab. Auch Philipp machte mit Toni Kallenborn kurzen Prozess und schaffte im zweiten Satz sogar das seltene Kunststück eines 11:0. Etwas, oder besser gesagt sehr viel schwerer tat sich unser Mannschaftsführer und Leitwolf Pascal gegen Werner Glasen. Er wirkte phasenweise doch recht unsicher und mental nicht ganz stabil. Nach ausführlicher tiefenpsychologischer Analyse fanden wir heraus, dass dies wohl darauf zurückzuführen sein dürfte, dass er das nach 16. Spieltagen erstmals völlig fehlerfrei gelungene Verlesen der Aufstellungen noch nicht ausreichend verarbeitet hatte. Aber Pascal zeigte Stehvermögen, biss sich durch und konnte mit einem 11:9 im fünften Satz schließlich die 7:2 Führung nach der ersten Einzelrunde für den TTV perfekt machen.  

 

Im anschließenden Spitzeneinzel zwischen Marc Finkler und Johannes zeigte dieser eine konzentrierte Leistung und konnte die Nummer 1 der Primstaler in vier Sätzen besiegen. Udo hingegen tat sich in seinem zweiten Einzel gegen Stefan Wiesen etwas schwerer. Wer Udo kennt weiß, dass er ein ausgesprochener Musikliebhaber und -kenner ist was seine sich Gerüchten zufolge mittlerweile im vierstelligen Bereich bewegende CD-Sammlung sowie die allen TTVlern wohlbekannten gesanglischen Qualitäten bei Hamsterlied und Co. bezeugen. Diesmal allerdings schien er schon während des Spieles damit beginnen zu wollen Kantaten zu schmettern. Dem objektiven Betrachter bot sich nämlich der Eindruck Udo brauche eine über das „normale“ Tischtennisspiel hinausgehende Herausforderung und versuche nun die Ballwechsel ausschließlich mit Schlägerkante und Zeigefinger zu bestreiten. Leider ging dieses Konzept nicht ganz auf, sodass unser Mannschaftsältester demnächst wohl wieder zur (un)konventionellen Technik wechseln wird. So überließ er Max die Ehre den 9:3 Sieg mit einem 3:0 gegen Patrick Duddek perfekt zu machen.

 

Ein Blick auf die Tabelle zeigt wie wichtig dieser recht deutliche Sieg war: Nach wie vor treiben wir die zwei Punkte vor uns liegenden Limbacher vor uns her. Unsere Hoffnung auf den noch möglichen Tabellenplatz eins und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga ruhen dabei darauf, dass diese in den verbleibenden zwei Spielen noch eine Niederlage kassieren - das Spiel gegen Hasborn am letzten Spieltag wäre hier beispielsweise ein Kandidat. Nutzen würde uns das natürlich nur etwas, wenn wir erstens selbst keinen Punkt mehr abgeben, was im Bereich des Machbaren liegen sollte, und zweitens am Ende ein besseres Spieleverhältnis als die Konkurrenten aus Limbach aufweisen. Dieses bewegt sich zwischen uns auf ausgeglichenem Niveau, aktuell mit leichten Vorteilen für Limbach, sodass wir in diesem Bereich aufzuholen haben. Aber wir haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben und sind motivierter denn je diese einzigartige Saison mit dieser einzigartigen Mannschaft als Meister zu beenden. So folgte am Samstag Abend nach dem Spiel gleich eine Einheit Krafttraining in Form des Aufbaus zahlreicher Bühenenlemente, Tische und Stühle in der Breitwieshalle gemeinsam mit der zweiten und dritten Damenmannschaft sowie eine ausführliche Videoanalyse der zurückliegenden Spiele, für die Udo extra Beamer und Leinwand mitgebracht hatte. Nach einigen Wochen Regenerationszeit erwarten wir dann mit Spannung die Spieltage der Wahrheit...


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