Mit der DJK Schiffweiler stand der erwartet starke Gegner auf dem Plan. Nachdem Schiffweiler im Gegensatz zur Vorrunde nun wieder mit ihrem Brett eins, Tomasz Slomka, am Start war, wussten wir bereits im Vorfeld, wie eng die Paarung werden würde – nicht nur, weil Schiffweiler bereits gegen Limbach in Bestbesetzung nur denkbar knapp unterlegen war. Aus diesem Grund scheuten wir keine Mühen, unseren Max, der studienbedingt in München weilte, extra für die Partie „einfliegen“ zu lassen. Vorab ein großer Dank an Dich, lieber Max, denn ohne Dich hätten wir dieses Spiel wohl nicht gewinnen können. Dass Du diese Reisestrapazen angesichts der Tabellensituation auf Dich genommen hast, ist vorbildlich und nachahmenswert.

 

Nach den Doppeln führten wir mit 2:1. Insbesondere der Punktgewinn von Passi und Michael war jedoch mehr als glücklich und wenn auch nicht wirklich verdient, so doch zumindest routiniert eingefahren. Die Führung nach den Doppeln erschien umso wichtiger, als man – ohne unserem vorderen Paarkreuz zu nahe treten zu wollen – nicht davon ausgehen konnte, dass Tomasz im Einzel zu schlagen wäre. Mit Udo machte er kurzen Prozess, während Hannes zumindest viele schöne Punkte gegen den Führungsspieler der Schiffweiler gewinnen konnte. Auch wenn die Sätze von Hannes nur knapp zu seinen Ungunsten ausgingen, so hatte der objektive Betrachter doch stets den Eindruck, dass Tomasz für den Fall der Fälle noch einige Pfeile im Köcher hätte. Denn es erschien, als müsse er sich für seine Satzgewinne nicht einmal bewegen. Und so war gegen den Polen wieder mal nichts zu holen. Ein großes Kompliment für die herausragende Spielkunst dieses großartigen Akteurs! Während Hannes wiederum in von ihm gewohnter Manier in seinem weiteren Einzel gegen Oliver Becker punkten konnte, wollte Udo auch in dieser Begegnung kein Satzgewinn glücken. Udo muss man jedoch zugute halten, dass er vor dem Spiel viele hundert Kilometer mit dem Auto absolviert hatte – er dabei u. a. Max in Stuttgart aufgegabelt hatte – und sein Spiel etwas verfahren wirkte.

 

In der Mitte spielten wir ausgeglichen, wobei Max und Michael gegen Stefan Seidel nie in ihr Spiel fanden, jedoch gegen Sebastian Peter jeweils die Oberhand behielten. Aber wir sind ein Team und das bedeutet, dass – wenn einer mal schwächelt - einer für alle und alle für einen kämpfen.

 

Ganz groß trumpfte daher an diesem Abend das hintere Paarkreuz um Philipp – mit neuem Gefährt und gewohnter Gefährtin – sowie Passi auf. Beide gewannen bereits im ersten Durchgang ihre Einzel gegen Roger Spiegel und Alexander Gräff. Im zweiten Durchlauf sah es zunächst nicht gut für die beiden Recken und für uns insgesamt aus. Denn bei einer 7:6 Führung für uns lag Philipp bereits mit 0:2 Sätzen und Passi mit 1:2 Sätzen zurück. Dies vor Augen und das Schlussdoppel mit Tomasz im Hinterkopf stimmte uns bisweilen sehr nachdenklich. Doch wer Passi kennt, weiß, dass er einen Lauf hat und nie aufgibt. Er holte sich Satz vier und ließ im Entscheidungssatz keinen Zweifel mehr an seinem Sieg aufkommen. Bellissimo Passi! Dem wollte DG nicht nachstehen. Er bewies Nerven wie breite Nudeln und machte den Sack mit 12:10 im Fünften zu, was den Endstand von 9:6 für uns bedeutete.

 

Betrachtet man das Ergebnis genauer, kann man nicht verleugnen, dass Schiffweiler mehr Sätze und Bälle gewonnen hatte als wir. Diese Fakten belegen, dass wir nicht nur wahre Knipser sind, sondern auch mit Fortuna im Bunde stehen – ein Glück, das man sich aber auch erst einmal erarbeiten muss. Wir bleiben Limbach auf den Fersen und treiben sie in der Tabelle weiter vor uns her, unseren rotweingeschwängerten Atem im Nacken verspürend. Wie Uli Hoeness einst sagte: The trend is your friend und der Weihnachtsmann war noch nie ein Osterhase!


Besucher seit dem 22.07.1999:
WEBCounter by GOWEB

Die Zugriffe der letzten 7 Tage:
WEBCounter by GOWEB