Mit unseren Tabellennachbarn aus Hasborn stand am vorletzten Spieltag der Saison der erwartet schwere Brocken auf dem Plan. Um eine Restchance auf die Meisterschaft zu haben, musste ein Sieg her, was gegen unsere Freunde aus dem nördlichen Saarland in der Vergangenheit allerdings äußerst selten gelang.

 

Nach den Doppeln mit 2:1 in Führung erspielte Karl Hammer gegen Markus Klesen ebenso klar den erhofften Zähler, wie Udo sich dem unorthodoxen Spiel Niehren Karl’s beugen musste.

Im mittleren Paarkreuz traf zunächst MaLin auf Reiner Clodo.Nach einer 2:0 Satzführung unsererseits fand Rainer jedoch immer besser in sein Spiel und zwang Max in den Entscheidungssatz, den unser Akteur sodann routiniert nach Hause schaukelte. Michael durfte sich mit Adalbert Lauck messen, vor dessen Aufschlägen er bereits vor der Partie mächtigen Respekt bekundete – zu Recht, wie sich herausstellen sollte, denn schnell führte Adalbert mit 2:0 Sätzen. Daher reifte der Plan, Adalbert in ein Gespräch zu verwickeln, was mit der Aussage begann: „Der ist schnell wie eine Katze – wie eine „ausgelauckte“!“ Michael kämpfte sich verbal in den fünften Satz, wo Adalbert bereits beim Stande von 10:7 drei Matchbälle hatte. Es dürfte wohl die Furcht vor Dietmar Möller’s harscher Kritik im Falle einer Niederlage gewesen sein, die Michael zu fünf Punktgewinnen in Folge und damit zu einem äußerst knappen Sieg beflügelte.

 

Im hinteren Paarkreuz ließ unser PadeMafü (Pascal der Mannschaftsführer) gegen den bommerschen Ergänzungsspieler Jonas Scheer nichts anbrennen, während am Nachbartisch Joachim unseren Philipp in vier Sätzen „abkochte“. Somit stand es nach dem ersten Durchgang 6:3 für uns.

 

 

Im Spitzeneinzel sollte es anschließend zu einem Kräftemessen der beiden Karls kommen. Dabei zeigte der Niehren Karl einmal mehr, warum er in der Liga derart gefürchtet ist. Seine ausgeprägte Spielintelligenz, gepaart mit unorthodoxen Rückhandbällen, machen diesen ausgebufften Spieler zu einem der besten Akteure der Bezirksliga Nordost. Darum verwundert es auch nicht, dass er unseren Karl Hammer am Rande einer Niederlage hatte. Doch Hammer behielt die Nerven und setzte sich denkbar knapp in fünf Sätzen durch. Über die Gründe der Niederlage des Niehren Karl’s lässt sich nur spekulieren. Vielleicht waren es die beiden ebenso unverhofften wie vehementen Vorhandschüsse, die Karl Niehren zuvor beim Einspielen des Doppels ansetzte und bei denen er sich wohl leicht verletzte – man sprach von einem „Hammertom“. In der darauffolgenden Begegnung drückten wir alle unserem Möllerflop gegen Markus Klesen die Daumen, dass er endlich wieder zu der gewohnten Form finden möge. Und vom Feeling her hatten wir auch ein gutes Gefühl, dass es klappen könnte. Doch hast Du Scheiße am Fuß, hast Du Scheiße am Fuß! Erst hatte Udo kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu. Markus Klesen behielt demnach am Ende die Oberhand.  

Uns war klar, dass die Sache damit noch lange nicht durch war. Denn schließlich warteten in der Mitte mit dem aufschlagstarken Adalbert Lauck und dem noppenbewaffneten Rainer Clodo wieder zwei starke Akteure auf uns. Und wie schon in der Partie gegen Michael nahm Adalbert auch Max schnell die ersten beiden Sätze ab. Doch auch Max gelang es immer besser, sich auf die Angaben von Adalbert einzustellen, so dass er die folgenden Sätze zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Gegen Rainer Clodo startete Michael heiß wie Frittenfett und lag schnell mit 2:0 Sätzen in Führung. Doch Rainer gelang es, die Traubenmacht in den fünften Satz zu zwingen, wo letztlich gegen die „frittierte“ Traube kein Kraut gewachsen war. Damit stand am Ende ein hart umkämpfter 9:4 Sieg, der den engen Spielverlauf keineswegs im Ergebnis widerspiegelt.

 

Als wir sodann mit unseren Hasborner Freunden anstoßen und den zuvor im Freien gekühlten Kasten Bier leeren wollten, zeigte sich die böse Überraschung, d. h. der Mundraub. Damit gibt es einen weiteren Grund, nicht mehr in St. Wendel zu spielen. Vor dem letzten Spieltag treiben wir die Limbacher nun weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung in der Tabelle vor uns her. Die Meisterschaft wird sich somit kommende Woche entscheiden, wenn die Limbacher in Hasborn und wir in Altstadt antreten werden.

 

Unter der Dusche wurde anschließend ein neues Liedgut einstudiert und zum Besten gegeben, das für große Erheiterung sorgte (Scheiß egal… ob Du Huhn bist oder Hahn…). Den Abend ließen wir zusammen mit unseren netten Oberligaladies bei Cocktails in der Luise ausklingen. 

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