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   Willkommen beim Tischtennisverein TTV Niederlinxweiler

Verarztung mit der TraubenmachtBeim Heimspiel gegen den Aufsteiger von der TTG Marpingen-Alsweiler 2 rückte unser Team im vierten Saisonspiel mit der vierten Aufstellungsvariante an. Da unsere "Schleuder" Michael Becker einen Einsatz in der 3. Herren absolvierte, kam unser Youngster Felix diesmal wieder zum vollen Einsatz in Doppel und Einzel.

Donnerstags vor dem Spiel war die Aufregung in der Mannschaft groß, als unser Möllerflop nach einer Geocaching-Rallye über das Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen von starken Knieschmerzen geplagt wurde. Doch etwas Schonung, Diclofenaceinreibungen und insbesondere die fürsorgliche (äußerliche) Behandlung mit rotem Traubenelixier der Marke "Selvarossa" vor dem Spiel durch unseren angehenden Mediziner Ma Lin sollten für Besserung sorgen.

Mannschaftsführer DUMF kam zwar als Letzter in die Halle, machte aber dafür bei Aufstellung und Begrüßung alles richtig - was ein bisschen Übung doch ausmacht! Bei unseren Gästen verstärkte Edmund Kreutz die Mannschaft für den verhinderten Mannschaftsführer Harry Recktenwald und der Marpinger Bürgermeister Werner Laub ersetzte den erkrankten Eric Laub.

 

1:2- Rückstand nach den Doppeln

Das erste Doppel startete sehr verheißungsvoll. Ma Lin und Möllerflop blieben auch in ihrem vierten Einsatz ungeschlagen und ließen der Kombi Laub/Kreutz keine Chance.

Im zweiten Doppel standen die Aussichten auf Erfolg ebenfalls nicht schlecht, Pasi Blank und unsere Traubenmacht Michael Raber kämpften sich wie so oft in den Entscheidungssatz. In diesem wogte das Spiel hin und her, doch in der Verlängerung war es die Paarung Urhahn/Mark, die mit ihrer Erfahrung den Satz und den Sieg mit 13:11 nach Hause brachte.

Überfordert waren dagegen Berlinfrank und DUMF im Duell mit Göttert/Schmidt. Der Schnittwechsel von Eric Göttert kombiniert mit den knallharten Schüssen von Erik Schmidt ließen unsere Nachwuchsakteure alt aussehen, so dass unsere Gäste mit 2:1 in Führung gingen.

 

Doch dann trumpften drei Spieler in unseren Reihen erst mal richtig auf. Im Duell der Doktoren ließ unser Möllerflop dem Urhahn keinen Stich - auch nicht in den Knien gab es solche zu vermelden, der Selvarossa half.

Michael Raber bezwingt Kreutz und UrhahnEinen extrem starken Tag hatte unsere Traubenmacht erwischt. Gegen die Nummer 1 der Gäste, Altmeister Edmund Kreutz, seines Zeichens häufiger Bezwinger unseres gerade frisch um ein künstliches Kniegelenk reicheren Großmeisters Horst (gute Genesung von dieser Stelle aus), spielte Michael sein bestes Tischtennis. Immer wieder gab es lange Ballwechsel aus der Halbdistanz zu bestaunen, die wunderschön anzusehen waren. Und wieder einmal kämpfte sich unsere Traubenmacht in den Entscheidungssatz - und behielt die Nerven und die besseren Bälle für sich, so dass wir wieder mit 3:2 in Front lagen.

 

Dann kam mal wieder ein großer Auftritt von Ma Lin (es kann kein Zufall sein!). Gegen Wolfgang Mark lag er im ersten Durchgang bereits mit 9:2 in Front. Dann schaltete er zu offensichtlich einen Gang zurück und sein erfahrener Gegner nutzte diese Chance eiskalt, um sich den Satz mit 11:9 zu sichern! Doch jetzt war unser Max gewarnt und ließ in den Folgesätzen nichts mehr anbrennen, sondern spielte sein Match konsequent zum besseren Ende zu Ende.

In der zweiten Partie im mittleren Paarkreuz wurde mit harten Bandagen gekämpft. Während unser DUMF seine "Blackthunder" genannten Topspins zelebrierte, reagierte Erik Schmidt auf der Gegenseite oft mit extrem harten Schmetterbällen oder unhaltbaren Blocks. Spannend waren alle drei Sätze, doch für unseren Mannschaftsführer nicht ganz zufriedenstellend. Am Ende fehlten jeweils zwei Punkte zum Satzgewinn.

 

Pascal Blank bleibt seinem Versprechen treu

Im hinteren Paarkreuz blieb Pasi Blank seinem selbstgesteckten Ziel treu. In einer sehenswerten Partie bezwang unser Nachwuchstalent den altgedienten Bürgermeister Werner Laub mit 3:1 und blieb damit im hinteren Paarkreuz weiter ungeschlagen.

Felix hatte dagegen kein leichtes Spiel mit Eric Göttert. Insbesondere die Schnittwechsel und der Einsatz der unbequemen Rückhandnoppen seines Gegners bereiteten Berlinfrank Probleme, so dass er in den ersten beiden Sätzen zwar gut mithalten, aber nichts ernten konnte.

 

Ähnlich ging es dann auch unserem Möllerflop gegen Edmund Kreutz. Hier war nur der zweite Satz hart umkämpft, in den beiden anderen Sätzen suchte Udo (mal wieder) vergeblich nach seinem Spiel und hatte auch auf die reichlich eingestreuten Netzbälle seines Gegners keine Antwort parat. So stand es also 5:5.

Doch dann starteten wir in einer geschlossenen Mannschaftsleistung fulminant durch. Den Anfang machte unsere Traubenmacht. Motiviert durch den erfolgreichen Einsatz des Geheimtipps "Selvarossa" (10,50 Euro im Internet - eine günstige Medizin, evtl. ein Re-Import?) konnte er auch den Doktoren Gerhard Urhahn in vier Sätzen bezwingen und somit einen Doppelerfolg im vorderen Paarkreuz bejubeln.

 

Ma Lin blieb ungeschlagenMa Lin und DUMF überzeugen in der Mitte

Und Ma Lin tat es ihm darauf in gleicher Manier nach. Auch Ma Lin gab den ersten Satz gegen Erik Schmidt aus der Hand, doch steigerte er sich fortan in einen Rausch wie sein chinesischer Namensvetter in den besten Zeiten und ließ seinem Gegenüber keine Chance mehr. Ma Lin war mit drei Siegen somit der Mann des Tages.

Und dann zeigte unser Mannschaftsführer Philipp mal wieder, was in ihm steckt. Gegen Wolfgang Mark ließ er seine "Blackthunders" mächtig krachen und sorgte für die 8:5-Führung - ein Zähler war uns schon mal nicht mehr zu nehmen!

 

Am Ende war es wieder mal Pasi, der fleißig an seiner Kampfansage arbeitete, im hinteren Paarkreuz nichts verlieren zu wollen. Erik Göttert machte es ihm allerdings nicht gerade leicht, nahm erfolgreich im ersten Satz eine Auszeit und brachte diesen nach Hause. Doch Pasi konnte sich gut auf die Schnittwechsel von Erik einstellen, die nächsten beiden Durchgänge gingen an den Youngster. Doch der für seinen kämpferischen Einsatz bekannte Göttert gab nicht auf und sicherte sich Durchgang vier.

Noch ungeschlagen im hinteren Paarkreuz: Pascal BlankIm Entscheidungssatz war das Spiel reichlich spannungsgeladen und voller sehenswerter Ballwechsel - so sehenswert, das unser gleichzeitig am Nachbartisch kämpfender Berlinfrank bei 10:6 im zweiten Satz erstmal eine "Zuschaupause" einlegte. Da sich die andere Partie aber weit in die Verlängerung hinzog, beendete Felix irgendwann doch den Satz. Das motivierte Pasi seinerseits und er konnte schließlich Erik mit 14:12 im fünften Satz bezwingen.

 

Der Jubel in unseren Reihen war natürlich groß, der Sieg hart erkämpft. Und das muss natürlich gefeiert werden, so dass folgerichtig die Klassik-Klänge des Oberst Radetzky-Marsches und von Preußens Gloria die Halle erschütterten. Die Frage von Tobi aus der 1. Mannschaft, wo denn da der Text des Refrains sei, beantwortete die 2. natürlich prompt und textsicher. Und auch nach dem Klassikblock wurde unter Dusche weiter gefeiert, das Programm allerdings diesmal mehr im traditionellen Schlagerbereich. Und zu einer gelungenen Feier gehört natürlich auch eine Mahlzeit, die unsere Hallenwirte in Form einer Riesenportion Curryfrikadelle mit Pommes für alle vorbereitet hatten.

 

Mit 6:2-Punkten stehen wir in der Tabelle erst mal ganz gut dar. Doch kommen in den nächsten beiden Spielen deutlich schwerere Kaliber auf uns zu. Mit dem TTC Hasborn und dem TuS Neunkirchen müssen wir gegen die einzigen bislang noch ungeschlagenen Teams ran, die in dieser Saison wohl den Meister unter sich ausmachen werden. Mal sehen, ob wir mit unserer verjüngten Mannschaft da werden gegen halten können - zumindest wollen wir uns nicht kampflos ergeben. Ist ja noch etwas Zeit zum trainieren bis zum 30. Oktober….  

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